GEW wünscht KMK-Präsidentin Löhrmann viel Glück und Erfolg

Amtswechsel bei der Kultusministerkonferenz

Die GEW beglückwünscht NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (KMK), das sie als erste Grüne offiziell am morgigen Mittwoch (15.1.) übernimmt. GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer wird bei der feierlichen Amtsübergabe in Berlin anwesend sein und Löhrmann, selber Mitglied der GEW, persönlich die Glückwünsche der Bildungsgewerkschaft für das bedeutende Spitzenamt übermitteln.

„Wir wünschen der neuen KMK-Präsidentin für ihre wichtige Aufgabe eine glückliche Hand, viel Erfolg und alles Gute“, sagte die GEW-Chefin heute in Essen. Die Koordination der Länderinteressen in der föderal angelegten Bildungspolitik sei eine große Herausforderung. Die GEW setze darauf, so Schäfer, dass Löhrmann in der Bildungspolitik bundesweit neue politische Akzente setze und notwendige Veränderungen einleite.

Das Bildungswesen müsse insgesamt deutlich besser finanziert und die Qualität in der Bildung insgesamt erhöht werden, deshalb müsse, so die Forderung der GEW, das Kooperationsverbot fallen.

„Ministerin Löhrmann hat Recht, wir brauchen in Deutschland ein Kooperationsgebot, kein Verbot. Es ist gut, wenn die neue KMK-Präsidentin dieses Thema nach vorne stellt“, sagte Schäfer. „Unser Bildungssystem droht abzustürzen, wenn die Länder mit der Schuldenbremse und den Folgen des Fiskalpakts allein gelassen werden.“ Die Kooperation von Bund und Ländern müsse sich auch auf den Bereich der Schule erstrecken. So müsse der Bund den Ausbau der Ganztagsschulen mit einem neuen Programm fördern, seinen Anteil an der Finanzierung der Schulsozialarbeit dauerhaft erhöhen und einen Beitrag für inklusive Bildungsangebote leisten, so die Forderungen der GEW. Im Koalitionsvertrag ist die GEW mit den Passagen zur Bildungspolitik nicht zufrieden.

„Wir haben die große Hoffnung, dass sich insbesondere beim bildungspolitischen Megathema Inklusion etwas tut. Der Bund kann es nicht einfach bei der Unterschrift unter die UN-Behindertenrechtskonvention belassen, sondern muss auch etwas für den notwendigen Umbau des Bildungssystems tun“, verlangte Schäfer.

Begrüßenswert, so die GEW-Landesvorsitzende, sei die Initiative Löhrmanns, das Thema Inklusion auch im Rahmen der Lehrerbildung anzugehen. Lehrkräfte müssten besser auf die Heterogenität der Schüler und auf deren individuellen Förderbedarfe vorbereitet werden. Dazu seien aber auch mehr Ressourcen erforderlich.