GEW Solingen zur Schüler*innenbewegung "Fridays for Future"

Presseerklärung der GEW Solingen zu Schülerdemonstrationen "Fridays for Future"

Nina Meier vom Solinger Leitungsteam der Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt, dass junge Menschen sich Gedanken um ihre Zukunft machen und mit fantasievollen Aktionen engagieren.
GEW Solingen zur Schüler*innenbewegung

Foto: Anna Samoylova / unsplash

Aktiver Klimaschutz ist auch gelebte Schulkultur

Mit #FridaysForFuture haben Schüler*innen und Studierende eine weltweite Bewegung gestartet und machen mit wöchentlichen Protesten auf den Klimaschutz aufmerksam – auch in NRW. Schüler*innen und Studierende gehen seit Monaten weltweit auf die Straße und kämpfen gegen den Klimawandel. Ihre Botschaft lautet „Fridays for Future – Gemeinsam gegen die Klimakrise“. Die wöchentlichen Demonstrationen und Protestaktionen finden auch mal während der Unterrichtszeit statt.

Folgen der Klimakrise: Schüler*innen fordern Politik zum Handeln auf

Über 30 Ortsgruppen haben sich in Nordrhein-Westfalen bereits zusammengefunden. Ihr Ziel: auf die dramatischen Folgen der Klimakrise aufmerksam machen und die Politik zum Handeln aufrütteln. Auch in Solingen machte sich eine beeindruckende Zahl an Schüler*innen öffentlichkeitswirksam für den Klimaschutz stark.

GEW NRW begrüßt Klimaengagement der Schüler*innen

Nina Meier vom Solinger Leitungsteam der Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt, dass junge Menschen sich Gedanken um ihre Zukunft machen und mit fantasievollen Aktionen engagieren: „Es ist beeindruckend, mit welcher Entschlossenheit die Schüler*innen für ihre Überzeugung einstehen. Respekt für ihr politisches Engagement, das ist aktives Erlernen und praktische Einübung in demokratischer Teilhabe. Androhungen von Sanktionen bei Verletzung der Schulpflicht, wie der Eintrag von unentschuldigten Fehlstunden ins Zeugnis, halten wir nicht für den richtigen Weg. Wir begrüßen, wenn Schulleitungen und Lehrkräfte verantwortungsvoll mit den Protestbedürfnissen der Schüler*innen umgehen und mit Projektunterricht, außerschulischem Lernen und Demokratiebildung die aktuellen Themen behandeln, das ist gelebte Schulkultur.“ Zur Demokratiebildung gehört auch Mittel, Wege und Grenzen des demokratischen Protestes zu diskutieren, meint Nina Meier. „Die Bezirksregierung Düsseldorf sollte die Schulen in diesem Segment unterstützen, anstatt E-Mails zu verschicken, die als Repressalie missverstanden werden können“, fordert Nina Meier.

UNESCO-Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ bietet Chancen

Die GEW Solingen sieht noch weitere konkrete Möglichkeiten, im schulischen Bereich politisch und pädagogisch wirksam zu handeln. Dazu Nina Meier: „Auch das vom Schulministerium unterstützte UNESCO-Weltaktionsprogramm ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung’ – kurz BNE – bietet die Chance, Kinder und Jugendliche besser an den gesellschaftlichen Zukunftsfragen zu beteiligen und sie mitgestalten zu lassen.“
Leider werden die Schulen in NRW derzeit weder personell noch materiell ausreichend unterstützt, „um dieses Bildungsziel, das für ein zentrales gesellschaftliches Zukunftsthema steht, auch ganzheitlich umzusetzen“. „Das muss sich ändern“, bekräftigt Nina Meier: „Auch dafür brauchen wir mehr ausgebildete Lehrer*innen!“  Sie begrüßt ausdrücklich die persönliche Erklärung von Stephan Mertens, Schulleiter des Gymnasium Vogelsang.


Dirk Bortmann
Vorstandsmitglied / Pressereferent

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